Kinder aus Gaza aufnehmen? Das sagt der Berliner Senat

Die humanitäre Krise in Gaza ist unerträglich: Kinder in extremen Notlagen, Familien ohne jeden Schutz, Lebensgrundlagen in Trümmern und dieser verdammter Krieg geht noch weiter. Wir dürfen nicht wegsehen.

Hannover und Düsseldorf haben es vorgemacht – sie setzen sich mit klaren Konzepten für ein Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Kinder aus Gaza ein. Ich habe der Berliner Morgenpost erklärt, warum Berlin dringend folgen muss.

Berlin hat bereits Erfahrung gezeigt: Zwischen 2013 und Ende 2024 wurden im Rahmen der Landesaufnahmeregelung für schutzbedürftige Syrer*innen, Iraker*innen und Afghan*innen, die Verwandte in Berlin hatten, insgesamt über 4.000 Vorabzustimmungen zur Visaerteilung ausgesprochen. Daneben startete Berlin 2021 ein Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Menschen aus dem Libanon – knapp 500 Personen konnten bis Ende 2023 aufgenommen werden, bevor das Programm aufgrund der instabilen Lage im Libanon vorübergehend ausgesetzt wurde.

Mit Zustimmung des Bundesinnenministeriums wäre es möglich, ein vergleichbares humanitäres Programm für Kinder aus Gaza zu starten, in Kooperation mit UNHCR und IOM, um gezielt Schutzbedürftige zu evakuieren und medizinisch zu versorgen.

Berlin verfügt über starke Hilfsstrukturen, engagierte NGOs und eine aktive Zivilgesellschaft. In koordinierter Zusammenarbeit ließe sich schnell und wirksam ein Beitrag leisten.

Es geht um Menschlichkeit, politische Verantwortung – und den Willen, dort zu helfen, wo Hilfe jetzt am dringendsten gebraucht wird.