Austausch mit Herrn Barzani der kurdischen Diaspora

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das kurdische Leben in Berlin und Europa, Teilhabe, Integration und die Rolle der kurdischen Diaspora in unserer Stadt.

Die kurdische Community ist eine der größten Communities in Berlin und Deutschland: Rund 150.000 Menschen in Berlin und etwa 2 Millionen bundesweit haben kurdische Wurzeln, aus allen Teilen Kurdistans.

Und trotzdem berichten viele Kurd*innen sowie kurdische Träger und NGO’s von antikurdischem Rassismus im Alltag und davon, dass ihre ethnische Zugehörigkeit auch durch staatliche Erfassung unsichtbar gemacht wird, weil sie auf die Staatsangehörigkeit ihrer Herkunftsländer reduziert werden. Das ist nicht nur eine statistische Frage, sondern für viele die Fortsetzung von Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern, wo Sprache, Kultur und Identität bis heute oft nicht anerkannt und unsichtbar gemacht werden.

Die kurdische Community steht für eine vielfältige und liberale Zivilgesellschaft, in der Gleichberechtigung selbstverständlich ist und bekennt sich klar zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Wir brauchen konkrete Schritte zur Anerkennung der kurdischen Diaspora: Mehr Sichtbarkeit für kurdische Identität, Schutz von Sprache und Kultur, etwa durch bilinguale Angebote in Kitas und Schulen sowie mehr Raum für kurdische Studien an Hochschulen und Universitäten und die Förderung kurdischer Kultur.

Ich danke Shafa Barzani für den offenen Austausch und seinen Einsatz für die Belange der kurdischen Diaspora.